Bad Tölz Marktstraße © Claudia Redeker

Verkehrspolitik im Landkreis Bad Tölz - Wolfratshausen

 

Radfahren nimmt in der Prioritätenliste der Stadt Bad Tölz einen vorderen Platz ein

 

Der Bürgermeister von Bad Tölz Dr. Ingo Mehner: „Radfahren ist mir ein Herzensanliegen".

Am 3. Mai 2021 hatten Birgit und Bernd Sachers sowie Claudia Redeker vom ADFC Bad Tölz - Wolfratshausen die Gelegenheit sich von Bürgermeister Dr. Ingo Mehner und Frau Melanie Scheifl (Nachhaltigkeit und Mobilität) von der Stadt Bad Tölz im Rahmen einer Befahrung die neuen Radachsen in Bad Tölz zeigen zu lassen.

Die Befahrung startete am Haupteingang des Landratsamtes und führte zunächst über die Sachsenkamer Straße bis zur Bahnunterführung. Dr. Mehner erläuterte, dass der von nur wenigen Fußgängern genutzte Fußweg zukünftigt auch von Radfahrern genutzt werden kann. Etwa 200 m weiter führte unsere Route über eine neu errichtete Brücke über den Ellbach in die Gaißacher Straße, wo bereits neue Fahrrad-Wegweiser installiert waren. Über die Gaißacher Straße können Radfahrer jetzt die vielbefahrene Bahnhofstraße umgehen. Die Querung der vielbefahrenen  "An der Osterleite" ist unvermeidbar. Weiter durch die Salzstraße bis zur Marktstraße, wo wir am Winzerer Brunnen einen weiteren Halt einlegten. Die Marktstraße ist als Fußgängerzone mit den vielen Freischrankflächen tagsüber für den Radverkehr gesperrt (unser Bild). Auch an eine eingeschränkte Öffnung für Radfahrer ist nicht zu denken, weil dies unweigerlich zu Konflikten zwischen Füßgängern und uneinsichtigen Radlern führt, die rücksichtslos die Marktstraße hinunter rasen würden. Weiter fuhren wir durch die Hindenburgstraße bis zur Nockhergasse. Die Nockhergasse ist als Einbahnstraße derzeitig für Radfahrer auch nur abwärts nutzbar. Die Freigabe für Radfahrer in beide Richtungen scheitert derzeitig an einer Engstelle aufgrund eines denkmalgeschützten Gebäudes. Unsere Befahrung endete in der Nähe der Isarbrücke mit Blick auf den neu erstandenen Erlebnisgarten. Die jetzige (Problem-) Kreuzung soll durch einen kleinen Kreisverkehr wie auf der gegenüberliegenden Seite ersetzt werden. Wir sprachen desweiteren noch über ausreichend sichere Fahrradständer am oberen und unteren Ende der Markstraße.

Wir vom ADFC haben keinen Zweifel, dass sich an der Situation für Radfahrer seit dem Fahrradklimatest 2020 für Bad Tolz bereits einiges verbessert hat und noch weiternin verbessern wird. Dies ist besonders dem persönlichen Engagement von Bürgermeister Dr. Ingo Mehner zu verdanken ist. Zitat: "Ich brauche keinen Dienstwagen, denn ein Fahrrad reicht für die täglichen Wege."

Der nebenstehende Link führt zur Website der Stadt Bad Tölz mit Informationen zum Radverkehr.

 

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Pressespiegel

Berichte zum Radverkehr und zur Radverkehrspolitik in unserem Landkreis aus der Presse

https://toel-wor.adfc.de/artikel/verkehrspolitik-im-landkreis-bad-toelz-wolfratshausen

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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